PayPal bekommt Konkurrenz von Paydirekt

Die amerikanische Firma PayPal befindet sich seit 11 Jahren auf dem Markt. Sie erfreut sich großer Beliebtheit bei Personen, die regelmäßig im Internet einkaufen. Das Geschäftsmodell von PayPal war bisher einzigartig. Nun gibt es allerdings Konkurrenz von der deutschen Firma Paydirekt. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, an das alle großen deutschen Banken und Sparkassen angeschlossen sind.

Gründe für die Einführung von Paydirekt

Momentan befindet sich Paydirekt noch in einer Testphase. Es ist davon auszugehen, dass das Projekt Ende 2015 regulär an den Start gehen wird. Die Funktionsweise von Paydirekt unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von der Funktionsweise von PayPal. Aus diesem Grunde stellt sich die Frage, was die deutschen Banken bewogen hat, ein Konkurrenzprojekt zu PayPal ins Leben zu rufen. Hier spielt vor allem die Tatsache eine Rolle, dass sie bisher nur sehr wenig von den Zahlungen profitiert haben, die über PayPal abgewickelt werden. Dies soll sich nun ändern und Paydirekt soll dafür das geeignete Geschäftsmodell sein.

Vorteile von Paydirekt

© reborn55 - Fotolia.com

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Bei Paydirekt können sich alle Personen registrieren, die ein passendes Girokonto finden konnten, für welches Online Banking freigeschaltet ist.

Die einmalige Anmeldung, die Einrichtung eines Benutzernamens und eines Passwortes genügt, um den Paydirekt Account in unbegrenztem Umfang nutzen zu können. Alle fälligen Beiträge werden vom Girokonto abgebucht. Dies geschieht allerdings nur, wenn sich genügend Geld auf dem Girokonto befindet. Ist dies nicht der Fall, kann die Abbuchung nicht vorgenommen werden.
So hat der Händler die Gewissheit, dass die Zahlung vonseiten des Kunden und vonseiten der Bank gesichert ist.

Die Kunden haben außerdem die Möglichkeit, eine bereits erfolgte Zahlung wieder rückgängig zu machen.

Die Gründe können sein, dass die bestellte Ware nicht ankommt oder dass sie sich als fehlerhaft erweist und zurückgeschickt werden soll.