Guthabenkonto eröffnen – Vergleich 2018

Kostenlose Guthabenkonten sind im Vergleich zu kostenlosen klassischen Girokonten nur dünn gesät. Vor diesem Hintergrund ist ein Vergleich doppelt wichtig, da die die Gebühren eine enorme Bandbreite aufweisen können. Unser Vergleich legt alle Details offen und ermöglicht die direkte Kontoeröffnung online.

Guthabenkonto-Vergleich 2018

Bank / ProduktKosten p.M. / einmaligEC- / KreditkarteAbheben / überweisenP-KontoTypische Kosten p.M.* 
O2 Girokonto ohne Schufa0 € / 0 €- / 0 €0 € / 0 €0,00 €0 €³zum Konto >>
fidor Bank0 € / 0 €0 € / 0 €2¹ € / 0 €0,00 €0 €¹zum Konto >>
JBC Card Duo8,99 € / 36 €0 € / 0 €0 €² / 0,60 €0,00 €12,29 €²zum Konto >>
VIABuy0 €** / 69,90 €- / 0 €5 € / 0 €Nein14,57 €zum Konto >>
Onlinekonto.de9,90 € / 39 €- / 0 €5,95 € / 0,50 €0,00 €26,50 €zum Konto >>
WireCard6,95 € / 39 €2,50 € p.M. /
0 €
0 € / 0,75 €0,00 €26,90 €zum Konto >>
Global Mastercard10,67 € / 0 €- / 0 €5 € / 0,60 €0,00 €31,50 €zum Konto >>
MeineGiroKarte11,50 € / 39 €- / 0 €5 € / 0,60 €0,00 €33,00 €zum Konto >>

* 3 Geldeingänge, 2 mal Geld abheben, 18 Geldabgänge, P-Konto, Einrichtungsgebühr auf 2 Jahre umgelegt.
** Ab dem 2. Jahr 19,90 Euro pro Jahr
¹ Die ersten beiden Bargeldabhebungen im Monat sind kostenlos. Daher 0 € gesamt in unserer Beispielrechnung
² Achtung: Bargeld kann nur bei REWE kostenlos bezogen werden. Im Sinne eines sparsamen Kunden setzen wir für unsere Beispielrechnung 0 € an.
³ Es wird davon ausgegangen, dass das Konto ohne Schufa mindestens 100 Euro Kartenumsatz generiert oder als Gehaltskonto genutzt wird. Sonst fall – sehr faire – 0,99 € pro Monat Kontoführungsgebühren an und nur die ersten drei Geldabhebungen sind kostenlos.

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindlich sind allein die Angaben aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank.

Das Guthabenkonto auf einen Blick

  • Keine Schufa-Abfrage
  • Kontoführung nur auf Guthabenbasis, kein Dispo möglich
  • Keine MaestroCard
  • BankCard ermöglicht nur Barverfügungen am Geldautomaten, kein bargeldloses Bezahlen
  • Teilweise mit Prepaidkreditkarte ausgestattet.
  • Kann auch von Jugendlichen genutzt werden.

Guthabenkonten kommen für drei Zielgruppen infrage:

  • Personen mit schwacher Bonität
  • Jugendliche
  • Verbraucher, die generell das Risiko vermeiden möchten, in eine Kontoüberziehung zu rutschen.

Banken sind im Rahmen der Umsetzung einer EU-Richtlinie dazu verpflichtet, für jeden EU-Bürger ein Konto zumindest auf Guthabenbasis zu eröffnen. Guthabenkonten sind auch als „Konto für jedermann“ oder als „Bürgerkonto“ bekannt. In der Vergangenheit tendierten die Banken dazu, für ein Guthabenkonto höhere Gebühren als für Girokonten mit Überziehungsrahmen zu berechnen. Ein BGH-Urteil hat diese Praxis inzwischen als sittenwidrig eingestuft und die Kreditinstitute dazu verpflichtet, die Gebühren analog zu anderen Girokonten zu gestalten.

Neben dem klassischen Konto bieten einige FinTechs inzwischen auch Guthabenkonten auf der Grundlage einer Prepaidkreditkarte an. Das Kreditkartenkonto ist mit einer eigenen SEPA versehen und dient damit dem Zahlungsverkehr. Gerade dieses Marktsegment verdeutlicht jedoch, dass die Gebühren je nach Anbieter von kostenfrei bis utopisch hoch reichen.

Die Kontoführung kann wahlweise über den PC oder über eine App für Android- oder iOS-basierte Handys erfolgen.

Die drei Kriterien für das beste Guthabenkonto

  • Kostenlose Kontoführung
  • Kostenlose Kreditkarte
  • Hohe Anzahl gebührenfreier Überweisungen

Gerade die FinTech Unternehmen maximieren die Zahl der monatlichen gebührenfreien Überweisungen. Wird die Grenze überschritten, fallen für jede Buchung noch einmal gesonderte Kosten an. Kostenlose Barverfügungen mit der Kreditkarte an Geldautomaten sind ebenfalls auf eine bestimmte Anzahl im Monat festgelegt. Für darüber hinaus gehende Abhebungen fallen Kosten an.

Die BankCard dient außer für Barabhebungen an Geldautomaten auch dazu, Kontoauszüge zu ziehen, sofern das Guthabenkonto bei einer Filialbank geführt wird.

Gibt es ein kostenloses Guthabenkonto?

Taucht diese Frage in Zusammenhang mit der monatlichen Grundgebühr auf, ist sie durchaus zu bejahen. Einige Anbieter verzichten auf diese Gebühr. Allerdings fallen recht üppige Kosten an, wenn der Kontoinhaber beispielsweise öfter Geld am Automaten abhebt, als es das Leistungsverzeichnis vorsieht. In einigen Fällen lassen die Anbieter auch nur beispielsweise 20 gebührenfreie Buchungen pro Monat zu. Ab der 21. Buchung wird dann für jeden Posten ebenfalls eine Gebühr fällig.

Guthabenkonto Eröffnung – so geht’s

Die Eröffnung eines Guthabenkontos unterscheidet sich nur in einem Punkt von der Eröffnung eines klassischen Girokontos – die Schufa-Klausel entfällt. In der Regel druckt der Antragsteller den Eröffnungsantrag aus, und schickt ihn mittels PostIdent-Verfahrens an die Bank oder das FinTech Unternehmen zurück. Ein Mitarbeiter in der Postfiliale übernimmt die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung.

Ist die Kontoeröffnung mit elektronischer Unterschrift möglich, entfällt der Weg zur Post. Die Legitimationsprüfung wird im Rahmen des VideoIdent-Verfahrens in einem Videochat mit einem Mitarbeiter des Unternehmens durchgeführt.

Sowohl für das PostIdent-Verfahren als auch für das VideoIdent-Verfahren ist ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass mit Wohnsitzbestätigung notwendig.

Guthabenkonto Check: Diese Kriterien sind ausschlaggebend

Zusammenfassend können wir feststellen, dass es durchaus Guthabenkonten ohne monatliche Grundgebühr, aber mit einer kostenlosen Prepaid-Kreditkarte gibt. Die Zahl der gebührenfreien Buchungsposten sollte ebenso wie die Anzahl der kostenlosen Barabhebungen am Geldautomaten so hoch wie möglich ausfallen. Einige Banken vermarkten ihr Guthabenkonto als „Konto ohne Schufa“, um damit überdurchschnittlich hohe Gebühren zu rechtfertigen. Unser Guthabenkontovergleich zeigt, wo man diese Stolperfalle umgehen kann.

Das sagt die Stiftung Warentest dazu

Die Stiftung Warentest beschäftigte sich im September 2016 explizit mit Guthabenkonten. Vor dem Hintergrund, dass diese Konten in der Regel eher für finanziell schwächer aufgestellte Bankkunden infrage kommen, urteilten die Verbraucherschützer: „Die Ärmeren zahlen oft die höchsten Gebühren“. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnte vor diesem Hintergrund sechs Banken ab.

Fazit

Der Gesetzgeber sieht einen rechtlichen Anspruch auf ein Guthabenkonto für jeden Verbraucher vor. Ein Guthabenkontovergleich zeigt sich aber als notwendig, um die teuren Konten von den durchaus auch sehr preiswerten Konten zu trennen.