Geld mit Google überweisen?

PayPal ist seit Jahren die unangefochtene Nummer Eins, wenn es um Überweisungen via Internet geht. Das soll sich nun ändern, wie Google verlauten ließ. Laut der Meldung steht das Unternehmen mit einem eigenen Service in den Startlöchern.

Überweisungen mit Google Wallet

Geld wird übergebenGoogle Wallet ist bereits seit einiger Zeit verfügbar. Erst seit wenigen Tagen ist es jedoch möglich, den Dienst auch zu nutzen, um Geld via E-Mail zu versenden und zu empfangen. Ob der Service zukünftig auch in Europa angeboten wird, ist bislang noch nicht bekannt, wobei eine Überweisung via Girokonto schon jetzt international möglich ist. Vorausgesetzt, beide Seiten verfügen über ein entsprechendes Konto und einen Gmail-Account. Dann lässt sich das Bankkonto mit Wallet verknüpfen und nach einer Überprüfung der Daten direkt Geld überweisen.

In Europa ist das Dollar-Zeichen, über welches die Überweisungen durchgeführt werden, bislang noch nicht integriert. Nutzer können in den entsprechenden Ländern also zwar Geld empfangen, jedoch keine Überweisungen tätigen.

So funktioniert das digitale Portemonnaie

Im Grunde funktioniert Google Wallet genau wie Online Banking. Nachdem eine leere E-Mail geöffnet wurde, kann der gewünschte Beitrag eingegeben werden und mit Hilfe des Dollar-Zeichens an einen Kontakt versendet werden. Verfügt dieser über die notwendigen Konten, erhält er das überwiesene Geld innerhalb weniger Sekunden.

Gebühren fallen für den Service nicht an, insofern das Bankkonto mit Wallet verknüpft ist. Ist das nicht der Fall, ist laut Google mit „geringen Gebühren“ zu rechnen. Auch bei der Höhe der Überweisungen gibt es Einschränkungen. So können maximal 10.000 Dollar auf einmal und 50.000 Dollar innerhalb von fünf Tagen überwiesen werden. Für wirklich große Geschäfte ist Google Wallet also nicht geeignet.

Der Service aus dem Hause Google Wallet ist eine interessante Alternative zu PayPal und Apples Bezahldienst Apple Pay. Damit sich die digitale Überweisung via Gmail durchsetzt, muss die Bedienung jedoch in naher Zukunft auch flächendeckend möglich sein.

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